Laserdrucker von A bis Z: wie er funktioniert
Wenn Sie schon das „Duell“ Laser- versus Tintenstrahldrucker durchgegangen sind und den Laserdrucker zum Sieger erklärt haben, sind Sie vielleicht neugierig, wie dieses Gerät funktioniert. Das werden Ihnen die folgenden Zeilen verraten. Wie funktioniert ein Laserdrucker?
Historisches Fenster
Der allererste Laserdrucker wurde vom amerikanischen Ingenieur und Erfinder Gary Starkweather bei Xerox PARC im Jahr 1971 entwickelt. Damals versuchte er, einen Kopierer derselben Marke zu modifizieren. Die Idee wurde fünf Jahre später von IBM übernommen, Xerox brachte dann 1977 das erste kommerzielle Modell auf den Markt. In Haushalte und Büros gelangten die ersten Laserdrucker erst Anfang der 1980er Jahre. Sie waren natürlich teuer (der Preis lag bei etwa 3 500 US-Dollar) und schwer (sie wogen auch mehr als 32 kg).
Wie funktioniert ein Laserdrucker?
Das Verfahren, auf dem Laserdrucker basieren, wird Elektrografie beziehungsweise Xerografie genannt (frei nach Xerox). Es handelt sich um ein sogenanntes Trockenverfahren, das zur Übertragung des Pulvers (Toners) auf Papier elektrostatische Energie nutzt.
Dazu dient eine Metallwalze mit einer Halbleiterschicht (meist Selen) auf der Oberfläche. Der Halbleiter verändert bei Bestrahlung mit einem Laserstrahl seinen Widerstand. Ob ein Teil der Walze geladen oder ungeladen ist, beeinflusst direkt, ob Farbe daran haften bleibt oder nicht.
Der eigentliche Druck erfolgt dann auf Grundlage der Kommunikation mit dem Computer, der Datenverarbeitung, der Erstellung des Bildes auf der Walze, dem Auftragen des Toners und dessen Fixierung im Papier.
Vorbereitungsphase
In der Phase der Kommunikation mit dem Computer übernimmt der Drucker die Informationen über die zu druckende Seite und speichert sie im internen Speicher. Diese Daten werden weiterverarbeitet und im Speicher wird die gesamte Seite erstellt. Dabei werden Größe festgelegt, Ränder gemessen, Text ausgerichtet oder Bilder formatiert und die sogenannte Rasterung durchgeführt, also die Anordnung einzelner Punkte.
Bilderstellung
Die verarbeiteten Daten werden anschließend auf die leitende Walze in Form eines Vorbildes des Drucks übertragen. Ein Laserstrahl zeichnet mithilfe eines beweglichen Spiegels das Druckbild auf die Walze.
Druck
Danach folgt der eigentliche Druckvorgang. Auf die leitende Walze wird mithilfe einer magnetischen Entwicklungseinheit Toner aufgetragen. Dieser haftet jedoch nur an den vom Laser belichteten Stellen der Walze. Sobald das Papier mit der Walze in Kontakt kommt, wird das haftende Pulver auf dessen Oberfläche übertragen. Gleichzeitig wird die Walze entladen. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das gesamte Bild auf das Papier übertragen ist.
Fixierung
Das Pulver allein würde nicht auf dem Papier haften bleiben, daher muss es fixiert werden. Dies übernehmen zwei Walzen – eine Andruck- und eine Fixierwalze. Die erste presst das Bild in die Papieroberfläche, die zweite „brennt“ es mit einer Temperatur von 200°C in die Fasern ein.
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Wie entstehen Farben?
Um mit einem Laserdrucker farbig drucken zu können, müssen vier Farbtoner, sogenannte Druckeinheiten, im Drucker vorhanden sein. Diese vier Farben sind Türkis (Cyan), Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz „Key“. Die Anfangsbuchstaben ihrer englischen Bezeichnungen bilden die Abkürzung dieses Farbmodells – CMYK.
Dieses basiert auf dem sogenannten subtraktiven Farbmodell, bei dem sich Farben gegenseitig „subtrahieren“. In der Praxis bedeutet das, dass winzige Partikel von Tonerpulver unterschiedlicher Farben sehr dicht nebeneinander aufgetragen werden (für jede Farbschicht wird ein separates Bild auf die Walze projiziert). Die resultierende Farbe hängt dann von der Überlagerung und der Anzahl der Farbtöne ab.
Welche Arten von Laserdruckern gibt es
Laserdrucker sind nicht alle gleich – auch hier gibt es verschiedene Typen, die sich je nach Einsatz und Funktionen unterscheiden. Welche Hauptkategorien gibt es also?
- Schwarzweiß (monochrom) – Klassiker fürs Büro, schnell und effizient, wenn nur Text benötigt wird.
- Farbig – Für alle, die Grafiken, Präsentationen oder Fotos in solider Qualität ohne Tinte drucken möchten.
- Multifunktional – Drucken, scannen, kopieren und oft auch faxen – ideal für Unternehmen.
- Kompakt – Kleine und leichte Modelle für Haushalte mit wenig Platz.
- Leistungsstark (Produktion) – Für große Unternehmen und Druckzentren mit hohem Druckvolumen.
Tipp: Druckprobleme sind leider nichts Ungewöhnliches. Glücklicherweise gibt es viele relativ einfache Tipps, die viele davon lösen können. Lernen Sie diese in unserem weiteren Artikel kennen, damit Sie im Notfall vorbereitet sind.
Wie man einen Laserdrucker wartet
Damit ein Laserdrucker möglichst lange hält und problemlos druckt, sollte man ihm etwas Pflege widmen. Worauf sollte man achten?
- Regelmäßige Reinigung – Tonerstaub und Schmutz können Streifen verursachen und die Druckqualität verschlechtern. Mit einem weichen Tuch und Druckluft bleibt der Drucker in gutem Zustand.
- Richtiger Umgang mit dem Toner – Beim Austausch nicht schütteln! Das feine Pulver kann den Druckmechanismus verstopfen.
- Verwendung von hochwertigem Papier – Billiges Papier kann Fasern freisetzen, die sich im Inneren ablagern und Schäden verursachen.
- Regelmäßige Kontrolle der Walze – Die Bildtrommel nutzt sich mit der Zeit ab, bei schlechter Druckqualität sollte sie ersetzt werden.
- Firmware-Updates – Hersteller veröffentlichen gelegentlich Updates zur Leistungsverbesserung oder Fehlerbehebung. Diese sollten installiert werden.
Ein wenig Wartung bedeutet eine längere Lebensdauer und weniger Probleme. Bei guter Pflege belohnt Sie der Drucker mit scharfem und zuverlässigem Druck.
Tipp: Haben Sie sich schon einmal gefragt, was die Buchstaben im Namen eines Druckers bedeuten? Wenn ja, müssen Sie nicht länger rätseln. Wir haben alles in unserem Artikel erklärt.
Vor- und Nachteile von Laserdruckern
Laserdrucker haben viele Vorteile, sind aber nicht für jeden ideal. Was sind ihre wichtigsten Vor- und Nachteile?
Vorteile
- Hohe Druckgeschwindigkeit – Besonders effizient bei großen Dokumentenmengen.
- Niedrige Kosten pro Seite – Toner hält lange und der Druck ist wirtschaftlich.
- Scharfer Text – Ideal für Dokumente, bei denen Lesbarkeit entscheidend ist.
- Einfache Wartung – Toner trocknet nicht aus und Druckköpfe müssen nicht häufig gereinigt werden.
Nachteile
- Höhere Anschaffungskosten – Anfangsinvestition ist höher als bei Tintenstrahldruckern.
- Schlechtere Fotoqualität – Gut für Grafiken, aber weniger geeignet für detailreiche Fotos.
- Größere Abmessungen und Gewicht – Benötigen mehr Platz, was zu Hause problematisch sein kann.
- Höherer Energieverbrauch – Durch das Aufheizen der Walze wird mehr Strom benötigt.
Laserdrucker sind ideal für Büroumgebungen und häufigen Dokumentendruck. Für gelegentliches Drucken und hochwertige Fotos sollte jedoch eine andere Technologie in Betracht gezogen werden.
Toner als Grundlage
Eine wesentliche und unverzichtbare „Zutat“ für erfolgreichen Druck ist der bereits mehrfach erwähnte Toner. Und bei Tonern sind wir bei TonerPartner Experten. Schauen Sie sich zum Beispiel unser Angebot an kompatiblen Tonern an, mit denen Sie Ihre Druckkosten erheblich senken können.
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